Wann lohnt eine Paartherapie?

Wie sinnvoll ist es, für eine tiefe, vertraute Beziehung zu kämpfen? Wie wichtig ist eine dauerhafte Liebesbeziehung eigentlich für uns Menschen, unser Glücklichsein und unsere Gesundheit? Seit 1938 untersucht ein Harvard-Team, was uns glücklich macht und gesund hält. 75 Jahre lang haben über 700 Teilnehmer regelmäßig Fragebögen über ihr Arbeits- und Familienleben ausgefüllt. Auch ihre Gesundheit und die Qualität von Beziehungen mit Partnern und Kindern sind Teil der Studie. Die alles überragende Erkenntnis dieser Studie besagt: Es sind gute Beziehungen, die uns glücklich machen und gesund halten.

Robert Waldinger in seinem TED-Vortrag zu den Studienergebnissen:

  • Soziale Beziehungen sind wichtig für uns - „Einsamkeit tötet“.
  • Nicht die Menge, aber Qualität der Beziehungen ist entscheidend.
  • Sichere Beziehungen machen uns nicht nur glücklicher und halten uns gesünder, sie sorgen auch dafür, dass unser Gedächtnis klarer bleibt.
  • Es heißt nicht, dass in Beziehungen immer Harmonie und Einigkeit herrschen müssen. Entscheidend ist das Gefühl: Ich kann mich auf den anderen verlassen, auch in schlechten Zeiten.

Auch wenn wir verstehen, wie wichtig eine dauerhafte Liebesbeziehung ist, kann es sein, dass viele Jahre von Distanz und Bindungsverletzungen uns hoffnungslos gemacht haben. Unsere Erfahrung ist, dass sich eine Paartherapie trotz dieser Hoffnungslosigkeit lohnt, insofern es in beiden Partnern einen Anteil gibt, der sagt: „Ja, ich will, dass du der wichtigste Mensch in meinen Leben bist. Ich bin bereit, mich zu öffnen und zu schauen, wie wir das zusammen schaffen können.“